Folgende Puzzle-Teile sind mir beim Gestalten einer Trauzeremonie neben der Traurede besonders wichtig (24)

Nervensystem- Re-Training.

Nimm deine Reaktion

in die Hand.

Sitzt dir ständig etwas im Nacken? Liegt dir etwas auf dem Magen? Fühlst du dich oft wie gelähmt? Ächzt du unter dem Druck, den du spürst? Eigentlich drücken wir mit unserer Sprache bereits aus, was in uns passiert.

Gemeinsam erarbeiten wir einen knackigen Trainingsplan für dich und dein Nervensystem. Dieser Trainingsplan unterstützt dich im Alltag dabei, autonome Reaktionsmuster zu verstehen und aktiv zu verändern.

Mein Coaching-Studio in St.Gallen ist dein Trainingsort, um gemeinsam mit deinem autonomen Nervensystem fit für ein erfülltes Leben zu werden.

FREIE TERMINE

Bemerken

Du trainierst dein Selbstgewahrsein und deine Interozeption. So nimmst du bewusster war, was in dir vorgeht und fühlst dich deinen Gefühlen, Reaktionen und Mustern weniger ausgeliefert. Du bemerkst, dass du auf etwas reagierst, bevor du blind losrennst.

Benennen

Du erlernst eine Nervensystem-informierte Sprache und kannst einordnen, ob du gerade grün, gelb, gelb-rot oder rot auf der autonomen Ampel bist. Das hilft dir dabei, deine Neurozeption einzuordnen und deine autonome Reaktion zu erkennen.

Verändern

Du lernst, aktiv zu beeinflussen, wie du auf Dinge reagierst. Du erlernst Übungen und Herangehensweisen, um deinen Umgang mit Dingen zu verändern – damit wir nicht immer die gleichen Muster und Konflikte wiederholen.

Die vier autonomen Zustände

Ventral-vagal

Unser Zustand der Sicherheit und Verbundenheit: Du bist fein mit dir und der Welt. Du erlebst dich als Teil eines Ganzen, gehst offen auf Menschen zu und siehst Chancen. Du fühlst dich bereit für Herausforderungen.

Sympathisch

Unser Fight-Flight-Zustand: Es ist, als ob sich in dir eine Türe öffnet und der Strom durch dich fliesst. Du bist von null auf 180 und siehst überall Betrug und Probleme. Alles ist angespannt, du kommst nicht zur Ruhe und bist gereizt.

Freeze

Unser Zustand zwischen Aktivierung und Lähmung: Du bist blockiert, kannst aber auch an nichts anderes denken. Du bist unter Strom, aber auch erschöpft. Oft ist dieser Zustand mit Scham und Hilflosigkeit verknüpft.

Dorsal-vagal

Unser immobilisierter Zustand: Du hast lange versucht, alles richtig zu machen und plötzlich verlierst du jede Hoffnung. Du siehst keine Möglichkeit mehr, fühlst dich der Welt ausgeliefert und ohnmächtig.

Und was hat das jetzt mit mir zu tun?

Unser autonomes Nervensystem ist ständig damit beschäftigt, unser Überleben zu sichern. Registriert es Signale, die es aus Erfahrung als Bedrohung beurteilt, reagiert es reflexartig und adaptiv mit einer autonomen Schutzreaktion: Wir werden mobilisiert oder gelähmt.

Es macht ja schliesslich Sinn, dass du deine Hand innerhalb von Millisekunden von einer heissen Herdplatte wegziehst. Aber wenn du dauerhaft unter Strom oder wie gelähmt bist, dann reagiert dein Nervensystem vermutlich mit einer «falschen Neurozeption»:

Einfach ausgedrückt sieht dein autonomes Nervensystem eine Bedrohung, wo keine (mehr) ist und hat es zum Normalzustand gemacht, übermässig aktiviert oder gelähmt zu sein. Es findet keine gesunde Balance mehr, was du in deinem Körper mit Anspannung, Erschöpfung oder auch Nebel im Kopf spüren kannst.

Der neuronale Ansatz der Polyvagal-Theorie gibt uns eine neue Perspektive für Stress, Blockaden, Prokrastination, Konflikte, Unsicherheit, Hyper-Sensitivität, Impulsivität, Harmoniesucht, maladaptives Coping, fehlende Ruhe, innere Getriebenheit, das Gefühl, ständig zu kämpfen, Überforderung und Hoffnungslosigkeit.

Dank der neuronalen Plastizität, also der lebenslangen Veränderbarkeit von neuronalen Pfaden, können wir auch hartnäckige Reaktionsmuster und Verknüpfungen mit einem Nervensystem-Training verändern.

Das autonome Nervensystem

Das autonome oder vegetative Nervensystem ist ein Teil des Nervensystems, der unbewusst und ohne, dass wir es aktiv beeinflussen, lebenswichtige Funktionen reguliert (Herzschlag, Atmung, Verdauung). Eine Ausnahme ist der Atem, den wir aktiv nutzen können, um das Nervensystem zu beeinflussen.

Die Polyvagal-Theorie

Die Polyvagal-Theorie ist ein neues Modell des autonomen Nervensystems. Wir sprechen nicht mehr über Sympathikus und Parasympathikus als Gegenspieler, sondern über drei wichtige Teile: Sympathikus, Ventral-vagal und Dorsal-vagal. Der Vagusnerv ist der wichtigste  und längste Nerv des Parasympathikus.

Die Suche nach Sicherheit

Das autonome Nervensystem ist damit beschäftigt, sicher zu stellen, dass wir überleben. Es reagiert auf  potentielle Gefahren viel schneller als unser Verstand. Als Reaktion auf gewisse Reize entsteht eine Neurozeption von Gefahr oder Sicherheit. Eine potentielle Gefahr ist auch, wenn wir ausgestossen oder verlassen werden.

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Ist das etwas für dich?

Du steckst irgendwie fest

Du kommst nicht zur Ruhe, bist dauernd angespannt und verspannt, du bist nur müde und schaffst es nicht, eine Veränderung umzusetzen. Lass uns herausfinden, was dich aktiviert und was dich gelassener macht.

Du suchst noch ein Puzzle-Teil

Du arbeitest schon lange an dir und hast schon viel verstanden. Aber du wünschst dir noch einmal eine neue Perspektive, weil es einfach noch nicht richtig «Klick» gemacht hat oder dir noch etwas fehlt.

Ihr möchtet euch verstehen

Ihr seid ein Paar oder eine Familie und kommt euch immer wieder wegen der gleichen Themen in die Haare. Ihr möchtet gemeinsam verstehen, wie ihr euch gegenseitig Sicherheit vermitteln könnt.

Dein Team voranbringen

Ich arbeite mit Menschen, denen ihr Unternehmen ein Coaching ermöglicht hat, damit sie sich besser im beruflichen Alltag regulieren können. Ich arbeite auch mit Teams, die durch mehr Sicherheit produktiver werden.

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Was machen wir im Coaching?

Wenn wir unser Nervensystem nachhaltig regulieren möchten, müssen wir eine gesunde Balance zwischen An- und Entspannung herstellen. Diese Balance kann bereits jahrelang gestört sein.

Ich vermittle als Coachin die alltägliche Anwendung der Polyvagal-Theorie. Für ein nachhaltiges Ergebnis kombiniere ich Top-Down- und Button-up-Nervensystemregulation. Das bedeutet, dass wir zum einen mental unser Verständnis für uns und unsere Reaktions- und Verhaltensmuster erweitern.

Und wir arbeiten über den Körper mit Übungen, um unserem Nervensystem Signale für Sicherheit («Cues of Safety») zu vermitteln.

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Selbst-Gewahrsein

Wir üben, die unbewussten Reaktionsmuster  unseres autonomen Nervensystems bewusst wahrzunehmen und einzuordnen. Wir lernen kennen, was uns aktiviert und was uns Ruhe und Sicherheit vermittelt.

Körperarbeit

Du lernst einfache, alltagstaugliche Übungen, um «bottom-up» deinem Nervensystem über den Körper Signale für Sicherheit zu vermitteln. Wir arbeiten  mit der Muskulatur, den Faszien, dem Atem und der Stimme.

HEART-up

HEART-up steht für halten, erkennen, atmen & akzeptieren, regulieren und transformieren. Es ist eine Methode, die ich entwickelt habe, um im Alltag mit aktivierenden Einflüssen zu arbeiten.

Knautschen

Sensorische, taktile Einflüsse sind wichtig in meiner Arbeit. Ich habe ein Vorgehen entwickelt, um mit Knautsch-Tieren Emotionen zu bearbeiten und im Alltag das Nervensystem bei der Regulation zu unterstüten.

FAQ

Wichtige Infos

  • Bist du Krankenkassen-anerkannt?
    Nein. Es gibt jedoch Firmen, die ihren Mitarbeitenden Beiträge an Coachings bezahlen und ich erstelle entsprechende Schreiben.
  • Auf Wikipedia steht doch, die Polyvagal-Theorie ist widerlegt?
    Als Expertin kenne ich die Punkte, die von einer Gruppe Wissenschaftler:innen an der Polyvagal-Theorie kritisiert werden. Es geht insbesondere um die Rolle der Vagusnerv-Äste. Dr. Stephen Porges hat dazu kürzlich ein neues Forschungs-Papier veröffentlicht. Besonders intensiv mit den kritisierten Punkten hat sich Dr. Antonia Pfeiffer auseinander gesetzt. Mehrheitlich kommt sie zum Schluss, dass das Modell der Theorie funktioniert und es noch nicht genug, aber gute Indizien dafür gibt, dass die Vagusnerv-Äste wie von Porges etabliert reagieren. Ich arbeite nun seit Jahren als Coach mit der Polyvagal-Theorie und sehe, dass das Modell meine Klient:innen voranbringt und sich gut im Alltag anwenden lässt. Mehr zur Kritik findest du hier.
  • Beruhigen wir bei dir meinen Vagusnerv?
    Vagusnerv-Stimulation ist in aller Munde. Der Vagusnerv wird als Selbstheilungsnerv gepriesen. Das liegt vor allem daran, dass der Vagusnerv einen grossen Einfluss darauf hat, wie unser Herzschlag, unsere Atmung, unsere Verdauung und unser Wohlbefinden sind. Wir wollen den Vagusnerv in dem Sinne nicht beruhigen, sondern insbesondere den ventral-vagalen Ast stimulieren, der unser «Anker» in der Sicherheit ist. Als wichtigster Nerv des Parasympathikus ist der Vagusnerv daran beteiligt, unsere Stressreaktionen zu regulieren. Aber auch die Arbeit mit dem Vagusnerv ist immer in einen ganzheitlichen Ansatz eingebettet und kein einzelner Pfeiler.
  • Nützen Pfeifen und elektrische Geräte für die Vagusnerv-Stimulation?
    Ursprünglich kommt die elektronische Stimulation des Vagusnervs aus der Epilepsie-Forschung. Ich habe keine Erfahrung mit den Geräten für den Heimgebrauch, die über den Hals den Vagusnerv stimulieren. Die Pfeifen, die ebenfalls auf dem Markt zu finden sind, erinnern mich an Strohhalme. Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, dass das Pusten durch Strohhalme und das Nuckeln den Vagus stimuliert. Ich habe Klient:innen, die sich solche Pfeifen gekauft haben und sie als beruhigend beschreiben.
  • Kannst du mein Nervensystem heilen?
    Ich gebe keine Heilversprechen ab und die Arbeit mit mir ersetzt keine ärztliche Abklärung. Ich nutze das Wort «heilen» generell nicht, da aus meiner Sicht ein Nervensystem reguliert und besser balanciert werden kann und nicht geheilt werden muss.
  • Es gibt doch jetzt viele Bücher und Videos zum Vagusnerv. Reicht das nicht für mich?
    Es gibt sehr viele gute Übungen, die jeder Mensch zuhause machen kann. Jedoch reicht es selten aus, einfach nur Übungen in den Alltag einzubauen. Für eine nachhaltige Veränderung müssen wir verstehen, an welchen Zustand sich dein Nervensystem gewöhnt hat und auf welche aktivierenden Situationen es reagiert. Um sich aus diesen Mustern zu lösen und einen neuen Status Quo zu erarbeiten, brauchen wir Verständnis für Prägungen, Einflüsse und Reaktionsmuster und einen konkreten Plan, wie wir neue Muster erlernen.
  • Kann ein Nervensystem sich denn noch verändern?
    Du hast vielleicht schon einmal von neuronaler Plastizität im Zusammenhang mit dem Gehirn gelesen? Wir gehen davon aus, dass auch das Nervensystem lebenslang neue Reaktionsmuster erlenen und aus einer Dysregulation wieder in ein gesünderes Gleichgewicht finden kann.
  • Ersetzt Coaching eine Therapie?
    Coaching ist eine zeitliche begrenzte Zusammenarbeit, in der wir eine Fragestellung klären und Ziele festlegen. Coaching eignet sich gut als Ergänzung zu Psychotherapie oder wenn du gewisse Themen bereits aufgearbeitet hast. Professionelles Coaching zieht gesunde Grenzen zu einer Psychotherapie, begleitet dich zu deinen eigenen Erkenntnissen und zeigt dir, wie du im Alltag Ziele erreichen kannst.
  • Sprechen wir über meine Kindheit?
    Die primären Bindungspersonen und das kindliche Umfeld formen das autonome Nervensystem wesentlich. Wir entwickeln im Coaching oft ein neues Verständnis für neurozeptive Bedrohungs-Empfindungen, die im Zusammenhang mit elterlichen Ängsten, der Familiengeschichte oder einem unsicheren kindlichen Umfeld stehen. Wir erarbeiten ein Verständnis für diese Einflüsse auf unser heutiges Leben und die Situationen, die wir im Coaching thematisieren möchten.
  • Arbeiten wir an meinen Traumata?
    Sowohl Schock- als auch Entwicklungstraumata hinterlassen ihre Spuren im autonomen Nervensystem. Ich arbeite traumasensibel und erarbeite mit dir ein Verständnis für die Nervensystem-bezogenen Folgen von Ereignissen, die sich heute in deinem Alltag zeigen. Wir sprechen über die Dinge, die dir bewusst sind und ich begleite dich dabei, dir unbewusste Einflüsse auf deine Reaktionsmuster bewusst zu werden. Wir graben aber nicht nach traumatischen Ereignissen und arbeiten sie nicht auf. Hier ziehe ich eine Grenze zur Traumatherapie. Schau dir zum Thema Trauma und Polyvagal-Theorie auch das Video der Polyvagal-Akademie an.
  • Arbeitest du an Diagnosen?

    Ich arbeite nicht an Diagnosen und akzeptiere für eine Coaching-Vereinbarung keine Fragestellung, die das Bearbeiten einer klinischen Diagnose beinhaltet. Dennoch ist ein deutlicher Teil meiner Klient:innen neurodivergent, hat ein diagnostiziertes ADHS, PTBS oder eine Autismus-Spektrum-Störung. Wir arbeiten an den Selbstregulations-Fähigkeiten, an Angst-Gefühlen und am Thema Überreizung im Alltag, daher ziehen viele meiner diagnostizierten Klient:innen aus der Arbeit mit dem Nervensystem nützliche Impulse für den Umgang mit diesen Themen im Alltag. Diagnostizierte Klient:innen sind oft gleichzeitig in Psychotherapie.

  • Kann ich dich ausserhalb der Sitzungen erreichen?
    Du kannst mir ausserhalb der Sitzungen Fragen per E-Mail zustellen. Ich beantworte Fragen, soweit meine Zeit das erlaubt. Aber ich kann keine Notfall-Betreuung, Whats-App-Sitzungen oder Kriseninterventionen anbieten. Ich telefoniere nur in speziellen Fällen mit dir zwischen den Sitzungen oder wenn für dich gerade etwas drängt. Das sind aber wenige Ausnahmen.

  • Wie viele Sitzungen sollte ich bei dir buchen?
    Ich biete Einzelsitzungen und Pakete an. Aus der Erfahrung der letzten Jahre empfehle ich, mindestens fünf Sitzungen einzurechnen. Im Durchschnitt nutzen Klient:innen 10 bis 15 Sitzungen innerhalb von einem halben Jahr bei mir, um deutliche Veränderungen zu erzielen.